PRESSEMELDUNG 21. April 2010 Nordrhein-westfälische Brauer blicken optimistisch in die Zukunft - 110 Jahre Brauereiverband NRW Die nordrhein-westfälischen Brauer fühlen sich für die Zukunft bestens aufgestellt. Anlässlich des 110-jährigen Jubiläums des Brauereiverbandes NRW demonstrierten die Branchenvertreter in der Essener Privatbrauerei Jacob Stauder – trotz aller Unterschiede von Produkten und Unternehmensphilosophien – ihren Zusammenhalt. „110 Jahre Brauereiverband NRW sind für uns ein Anlass, unsere Branche sowie die Produktvielfalt unserer Brauereien im Bierland NRW vorzustellen“, so Heinrich Becker, Vorsitzender des Brauereiverbandes NRW. Bewusst habe man dazu Essen, Herz der Kulturhauptstadt 2010, gewählt, „denn wenn wir in Nordrhein-Westfalen über Kultur sprechen, dann gehört auch unser nach dem Reinheitsgebot von 1516 gebrautes Bier dazu“, erläutert Becker weiter. Da passt es nur zu gut, dass alle deutschen Brauer am 23. April 2010 mit dem Tag des Deutschen Bieres den 494. Jahrestag der Proklamation des weltweit einzigartigen Gebots feiern. „Unser Jubiläum steht für 110 Jahre erfolgreiche Zusammenarbeit und belegt, wie wichtig es ist, etwaige Konkurrenzgedanken zugunsten einer höheren Schlagkraft in den Hintergrund zu stellen“, ergänzt Jürgen Witt, Geschäftsführer des Verbandes. „Gemeinsam haben wir viel erreicht und gemeinsam sind wir auch in Zukunft stark“, so Witt weiter. Aktuelle Beispiele seien die Errungenschaften rund um die Aufrechterhaltung des Reinheitsgebots sowie um den verantwortungsbewussten, maßvollen Biergenuss. Trotz bundesweit sinkendem Bierabsatz behauptet Nordrhein-Westfalen seine Spitzenposition mit 24,2 Millionen Hektolitern Absatz noch vor Bayern mit 22,2 Millionen Hektolitern im Jahr 2009. Die NRW-Brauer sind davon überzeugt, dass Qualität und Vielfalt entscheidende Kriterien für diesen Erfolg auf dem immer stärker umkämpften Markt sind. „Der vermeintliche regionale Konkurrenzdruck durch die Vielfalt der Biersorten wie Pils, Alt und Kölsch, ist aus unserer Sicht die Stärke NRWs, mit der wir uns vom gesamtdeutschen Markt unterscheiden und absetzen“, erläutert Jürgen Witt. Dabei setzen die regionalen Brauer nicht nur auf Tradition und bekannte Markenwerte. Um auch in Zukunft die bedeutende Rolle als hochwertiges Produkt in Handel und Gastronomie und nicht zuletzt als Lifestyleprodukt im täglichen Leben inne zu haben, gilt es, neue Markt- und Wachstumspotenziale zu erschließen. Dies umfasst beispielweise die stärkere Konzentration auf den Vertrieb von Mehrwegflaschen. „Als Folge der Wirtschaftskrise und des Rauchverbots in der Gastronomie genießen die Menschen ihr Bier mehr und mehr im privaten Umfeld. Darauf muss jeder Hersteller reagieren, um am Markt bestehen zu können“, erklärt Witt. Außerdem gäbe es Trends, die Konsequenzen in der Sortimentsstruktur verlangen, wie zum Beispiel die wachsende Rolle von Biermischgetränken als Lifestyleprodukt, ergänzt der Geschäftsführer. Der Schutz der Umwelt steht bei den Mitgliedsbrauereien unverändert im Fokus. So lag der Mehrweganteil im vergangenen Jahr bei 93,08 %. Lediglich 6,92 % des Gesamtausstoßes entfielen auf Einweggebinde. Pils ist dabei mit 75,46 % die beliebteste Sorte unter den Bieren, gefolgt von Kölsch mit 13,29 % und Alt mit 8,43 %. Wohl wissend um die eigene gesellschaftliche Verantwortung, macht sich der Bauereiverband NRW gemeinsam mit seinen Mitgliedsunternehmen stark für den verantwortungsvollen Biergenuss und unterstützt zahlreiche Kampagnen wie „Don’t drink and drive“ oder „Bier bewusst genießen“. Die Entwicklung des Biermarktes bleibt weiterhin spannend. Trotz der sich verändernden Rahmenbedingungen gibt der Verband ein klares Signal für die Stärke des Standorts NRW und die Zukunftsstrategie der NRW-Brauer: „Gemeinsam mit unseren Brauern setzen wir auch in Zukunft auf Bier aus unserem Land. Ob Pils, Alt oder Kölsch – wir stehen für traditionelle Marken mit modernen Produkten für verantwortungsvolle Biergenießer“, fasst Witt zusammen.
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